Schalke macht Schule sagt jungen Flüchtlingen #hello

Anti-Diskriminierung ist ein wesentlicher Baustein der Arbeit des Teams vom Schalker Fanprojekt. „Wir wollen durch unsere Arbeit die Akzeptanz von demokratischen und humanitären Prinzipien und Werten fördern, Vorurteile und extremistische Orientierungen abbauen und zugleich das Engagement gegen jede Art von Diskriminierung ausbauen und fördern“, schreiben die Fan-Kümmerer auf ihrer Homepage. Da passt der aktive Einsatz in der Flüchtlingshilfe perfekt. Das jüngste Projekt: „#hello“ startet 2018.

Es richtet sich an die Integrationsklassen an Gelsenkirchener Schulen und ist angegliedert an das Fanprojekt-Lernzentrum „Schalke macht Schule“. „#hello“, dahinter verbirgt sich ein zweitägiges Training auf zwei Säulen: Demokratie lernen und Gelsenkirchen entdecken. Daneben sind besondere Veranstaltungen geplant und es wird ein ausgiebiges Ferienprogramm angeboten. Unterstützt wird das Schalker Fanprojekt dabei vom NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der Fanprojekte und Gelsensport, Träger des Schalker Fanprojekts.

Federführend bei „#hello“ ist Sozialpädagoge Martin Weijers, der den außerschulischen Lernort „Schalke macht Schule“ betreut. Seine neue Zielgruppe: unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge zwischen 12 und 17 Jahren, die gerade an Gelsenkirchener Schulen die deutsche Sprache lernen. „Wir wollen ihnen bei sozialer Kompetenz unter die Arme greifen“, sagt Weijers. Tag 1 des Trainings beschäftigt sich daher mit Fragen der Demokratie, der Grundwerte und Gesetze oder der Rechte in Deutschland. Der Tag soll Orientierungshilfe geben – „Was brauche ich eigentlich, um hier zu leben?“

Während „Schalke macht Schule“ am ersten Tag in die Klassen kommt, geht’s am zweiten „hello“-Tag auf Tournee. Angefangen von der Schalke-Arena stattet die Gruppe Polizei und Feuerwehr oder dem Rathaus einen Besuch ab. Auf der Liste der Orte stehen ferner Synagoge, Moschee und Kirche, aber auch das NS-Dokumentationszentrum, Zoom Erlebniswelt oder etwa die Zeche Zollverein. Und immer wieder – Schalke 04. Die ersten Schulen haben bereits Interesse angemeldet. Los geht’s im März mit einer Klasse der Gesamtschule Berger Feld.

„Wir verstehen unsere Arbeit hier nicht als dogmatisch“, schrieb Martin Weijers, ins Konzept von“#hello“, „sondern vielmehr an die Begebenheiten und Bedürfnisse angepasst.“

Text und Bilder: WAZ